Gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat und Verwaltung

Lokale Projekte und ökologisches Bauen im Neubaugebiet

Gute Aussichten für die Kandidatin Sara Haug: Vom Wasserturm in Neubulach überblickt man weite Teile des Landkreises, in dem die Physikerin für Bündnis 90/Die Grünen zur Bundestagswahl antritt. Bei ihrem Besuch in Bad Liebenzell, Neubulach und Neuhengstett wurde sie jeweils von Grünen Gemeinderäten vor Ort begleitet, die einen Einblick in die lokale Politik gaben.

Tomaten stehen neben Zwiebeln, Kartoffeln sind neben Lauch angepflanzt: Der Permakulturgarten in Bad Liebenzell-Maisenberg Zainen wurde vor einem Jahr zum ersten Mal bebaut. Erich Grieshaber und Ingrid Seilacher berichten, dass sich hier regelmäßig ein Dutzend Bürger*innen die Arbeit teilen. Ein Wassertank wurde aufgestellt und ein Unterstand aus heimischem Holz gebaut. Die blühende Insektenwiese bietet auch den bestäubenden Insekten für verschiedene Obstbäume eine Heimat. Geplant ist nun auch eine Aktion für Familien aus Maisenberg.

Im Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden Dietmar Lehmann-Schaufelberger argumentierte Sara Haug ein weiteres Mal gegen den Ausbau der B463. Ebenso hatte sich auch der Gemeinderat schon mehrheitlich gegen den dreispurigen Ausbau der Bundesstraße ausgesprochen. Haug lobte die Kooperation der starken Aktionsgruppe aus SPD, Grünen, NABU, BUND und einigen weiteren Akteuren.

Bei ihrem Besuch in Neubulach besichtigte Haug den Wasserturm in Liebelsberg. Vor 50 Jahren gebaut und 30 Meter hoch, versorgt dieser Teile von Liebelsberg. Der Turm verstärkt den Leitungsdruck, sodass das Wasser in jede Wohnanlage fließen kann. Am Wasserturm startet der Premiumwanderweg zur Wolfsgrube. Seit der Corona-Pandemie war hier ein großer Ansturm an Besuchern zu verzeichnen, was leider auch zu viel Müll führte, auch wenn regionale Ausflüge sehr zu wünschen sind.

Ein Thema mit den beiden Gemeinderäten Andreas Kubesch und Björn Ahsbahs war die Landwirtschaft. Diese ist in Neubulach traditionell geprägt und Regionalität wird sehr geschätzt. Dafür sprach sich auch Sara Haug aus. Die Bäuerinnen und Bauern könnten in Zukunft durch eine Projektförderung gestärkt werden, indem zum Beispiel die regionale Vermarktung durch den Bund unterstützt wird. Außerdem darf es nicht sein, dass Bäuerinnen und Bauern, die ihren Stall erneuern wollen, nur dann Fördergelder bekommen, wenn der Stall eine bestimmte Mindestgröße hat.

Beim Besuch in Neuhengstett traf Sara Haug den Ortsvorsteher Gerhard Dietz und den Gemeinderat Philipp Jourdan. Grüner Fortschritt ist im Neubaugebiet zu besichtigen: So wird zum Beispiel Regenwasser in einer Zisterne gesammelt und kann danach nochmal zur Toilettenspülung oder zum Bewässern des Gartens verwendet werden.  Dies ist nicht vorgeschrieben, wird aber stark empfohlen und reduziert auch die Wasserrechnung erkennbar.

Nahwärme im Neubaugebiet ist bereits verlegt und versorgt auch Schule, Rathaus und Kindergarten. Ein Blockheizkraftwerk befindet sich dafür im Keller der Schule.

Fußgängerkomfort und Sicherheit im Straßenverkehr begründet Ortsvorsteher Dietz folgendermaßen: „Das Baugebiet ist für die Menschen, nicht fürs Auto“. Daher gilt Schrittgeschwindigkeit auf den Straßen, und nur wenige Parkplätze liegen auf öffentlichen Flächen. Stattdessen sind Parkflächen fast ausschließlich auf den Grundstücken angesiedelt, zum Großteil in Tiefgaragen. So können Kinder auf der Straße spielen und Menschen können sich auf den zahlreichen Bänken um die Bäume sammeln.

Die Gemeinde hat eigene Glasfaser verlegt, einen Meter weit in jedes Grundstück. Damit können auch alternative Arbeitsformen wie Home-Office flexibel genutzt werden.

Herr Dietz wünscht sich, dass es seitens des Bundes stärkere Vorgaben gegen trostlose Schottergärten gibt. Auch beim Gespräch über mehr Photovoltaik war man sich einig, dass der Bund mehr regeln muss, damit irgendwann auf jedem Dach eine Solaranlage ist.

Sara Haug freut sich über das Neubaugebiet: „Hier wird nicht einfach gebaut, sondern alle Beteiligten überlegen sich vorher genau, welche Kriterien das Neubaugebiet erfüllen soll. Es wurde auf schnelles Internet und auf höchste ökologische Kriterien geachtet.“ Gemeinderat Philipp Jourdan berichtet: „Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat und Verwaltung hat richtig gut geklappt. Hier konnten Ideen entwickelt werden, und alle haben an einem Strang gezogen“. In Neuhengstett gibt es 200 unbebaute Grundstücke auf 10 Hektar Fläche – viel Raum für modernes, ökologisches Bauen.

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