Bewerbung für die Landesliste zur Bundestagswahl 2021

Die Bewerbung ist eingereicht! Ich freue mich sehr, sie dir auch hier präsentieren zu dürfen.
Kurz zur Landesliste: Über die Zweitstimmen bei der Bundestagswahl wird festgelegt, wie viele Grüne aus Baden-Württemberg in den Bundestag einziehen. Nach aktuellen Umfragen sind das zwischen 25 und 33 Grüne. In vielen Hintergrundgesprächen ruckelt sich einiges noch zurecht (daher kann ich hier noch nichts genaueres schreiben) und ich kämpfe natürlich dafür, selber auch einen aussichtsreichen Platz zu bekommen.
Die Landesliste wird auf dem Landesparteitag am 10. und 11. April von Delegierten aus ganz Baden-Württemberg gewählt.
Viel Spaß bei der Lektüre! 🙂

BEWERBUNG

Liebe Freund*innen,

selten ist die Wissenschaft so klar wie bei der Klimakrise, selten wird sie von der Regierung so verantwortungslos ignoriert. Dies gilt es dringend zu ändern und dafür möchte ich mich im Bundestag einsetzen.

Als Physikerin befasse ich mich seit längerem mit dem Thema Photovoltaik. Über die physikalischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, die sozialen und ethischen Fragen von Solarzellen habe ich 2017 einen Vortrag gehalten und eine Hausarbeit geschrieben. Im Rahmen meiner Masterarbeit forsche ich an drei Molekülen, deren Eigenschaften besser verstanden werden müssen, um einen Einsatz in organischen Solarzellen zu ermöglichen. Auch Windenergie ist wichtig, um eine sichere Energieversorgung besonders in den Wintermonaten zu garantieren. Daher freut es mich sehr, dass der Windpark Nordschwarzwald in meinem Wahlkreis mit 14 Windrädern einen bedeutenden Beitrag dazu leistet.

Nachhaltige Mobilität ist im ländlichen Raum wichtig. Denn gerade hier ist es schwer, auf das Auto zu verzichten, da keine ausreichend guten Alternativen zur Verfügung stehen. Deshalb möchte ich mich dafür einsetzen, dass diese ausgebaut werden. Wenn wir Alternativen zum Individualverkehr fördern, können wir Menschen davon überzeugen, auf nachhaltigere Verkehrsmittel umzusteigen. Fuß- und Fahrradwege müssen ausgebaut werden, damit kurze Wege schnell, sicher und umweltfreundlich zurückgelegt werden können. Ich hoffe, dass wir die Mobilitätswende endlich ernst nehmen und durch günstige, nachhaltige und praktische Alternativen bewältigen.

Doch wie können wir ein länderübergreifendes, ja weltweites System realisieren, das Energie-, Mobilitäts- und Wärmewende automatisch über die Kosten regelt? Die CO2-Zertifikate der EU sind ein guter Ansatz, gehen aber nicht weit genug. Zwei Grundprinzipien sind mir dabei wichtig:

Erstens: Wer etwas kaputt macht, muss den Schaden bezahlen. Überall in unserem Alltag ist dies der Standard: beim Auffahrunfall, bei der kaputten Brille nach einem Fußballspiel, beim Kaffee über die Computertastatur. Hier gilt, dass der*die Verursacher*in dafür aufkommen muss. Beim CO2 muss ein angemessener Preis her. Hier gelten zu lasche Regeln – doch das lässt sich ändern!

Zweitens: Die Atmosphäre gehört allen Menschen zu gleichem Anteil. Dies würde bedeuten, dass das Geld aus der CO2-Bepreisung auf die Länder anteilig nach den Einwohner*innenzahlen aufgeteilt wird und dort in Klimaschutzmaßnahmen fließt.

Alle Kosten spiegeln sich im Preis wider, alle klimafreundlichen Produkte werden im Vergleich billiger. Ein solches System könnte mit wenigen Ländern gestartet und dann ausgeweitet werden. Dafür will ich mich einsetzen!

Auch das Thema Bürger*innenbeteiligung liegt mir besonders am Herzen. Gerade in Zeiten von Corona, wenn politische Entscheidungen das eigene Leben direkt und in großem Maße beeinflussen, stellt sich die Frage, wie Bürger*innen stärker auf politische Entscheidungen Einfluss nehmen können.  Ich bin eine große Verfechterin von Zufallsbürger*innen auf Bundesebene, beispielsweise zum Thema Klimaschutz (mehr dazu auf meiner Website). So wird Politikverdrossenheit bekämpft und die Demokratie gestärkt!

Im Mai 2019 wurde ich zur Gemeinderätin in Rottenburg gewählt. Nun möchte ich beruflich in die Politik gehen, etwas verändern und die Welt ein Stückchen verbessern. Dafür wurde ich letztes Jahr im Wahlkreis Calw/Freudenstadt als Direktkandidatin nominiert und bitte euch jetzt um eure Unterstützung!

Sonnige Grüße
Eure Sara

BIOGRAPHIE

  • 24 Jahre alt
  • Abschluss des Physik-Masters in Tübingen zum Thema organische Halbleiter voraussichtlich im Juli 2021
  • Seit 2019 im Rottenburger Gemeinderat
  • Vielfältiges ehrenamtliches Engagement:
    • im CVJM Tübingen bei 9 Freizeiten
    • bei der Vesperkirche Tübingen 2010 bis 2020 und Rottenburg am Neckar 2018 bis 2020
    • Organisation von zwei Nachhaltigkeitsakademien der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Week of Links der Uni Tübingen
  • Direktkandidatin im Wahlkreis 280 Calw/Freudenstadt

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